Wandern und Rasten in Deutschland ca. 1880-1950

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Gruppe Wandervögel, wohl Saarland um 1900-10

Gruppe Wandervögel, wohl Saarland um 1900-10

Filzhüte mit Abzeichen, kleinen Blumengestecken oder Federn, an den Waden Gamaschen oder Kniestrümpfe, filzverkleidete Feldflaschen, gebogene Gesteckpfeifen und Wanderstöcke mit rundem Griff gehörten regelmäßig zur Kleidung und Ausrüstung der Wandervögel. Fast schon obligatorisch die Gitarre und die achtsaitige Mandoline oder die sechssaitige Wandervogellaute. Wie auch auf der Aufnahme gut zu erkennen, waren die Wandervögel zunächst ein reiner Männerbund.
Wolf Meyen (1884-1940) schrieb: "Ein brauner dreckiger Kerl mit einem Schlapphut, ein paar grün-rot-goldenen Bändern irgendwo, den Rucksack auf dem Buckel, draußen einen rußigen Kochtopf und auf der Schulter eine Guitarre, – dieses Bild ging nie verloren, und wenn so ein Bengel des Mittags am See stand, das ausgebrannte Feuer hinter sich, die krumme Tabakspfeife zwischen den Zähnen und trotzig die Schultern emporgereckt, so war es, als ob die Natur ihr Versöhnungsdenkmal schmückt."

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